Saarländische Wochenschau im Kino: Filmgeschichte und Zeitgeschichte neu entdecken
Für Montag, den 14. September 2026 zwischen 18.00 und 19.30 Uhr laden die Union Stiftung und der Saarländische Rundfunk in die Camera Zwo ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die von 1949 bis 1956 produzierte Saarländische Wochenschau. Wochenschauen waren kurze, regelmäßig wechselnde Nachrichtenfilme, die vor dem Hauptfilm im Kino aktuelle Bilder aus Politik, Gesellschaft, Kultur, Wirtschaft und Sport zeigten.
Der Historiker Dr. Oliver Siebisch stellt kurz die Ergebnisse seiner umfassenden Untersuchung dieses bislang wenig beachteten Filmbestandes vor. Dabei geht es insbesondere um die politische Funktion der Wochenschau, ihre enge Verbindung zur damaligen Regierung des Saarstaates und ihren besonderen Wert als audiovisuelles Zeugnis der saarländischen Nachkriegsgeschichte.
Im Anschluss werden ausgewählte Originalausschnitte aus der Saarländischen Wochenschau auf der großen Leinwand gezeigt. Sie vermitteln einen unmittelbaren Eindruck davon, wie politische Ereignisse, gesellschaftliche Entwicklungen und der Alltag im Saarland filmisch dargestellt und kommentiert wurden.
In einer darauffolgenden Podiumsdiskussion ordnen die Historiker Dr. Paul Burgard und Dr. Hans-Christian Herrmann sowie der Filmhistoriker und Filmjournalist Dr. Kay Hoffmann die Aufnahmen, ihre Entstehungsbedingungen und ihre historische Bedeutung ein.
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